Otelfinger Bühl Neu Kindergärtler bei den Engadiner Bergschafen
Seit Wochen beschäftigen wir uns mit dem Schaf, seinem Aussehen, seiner Nahrung, seiner Verdauung und seinen Gepflogenheiten. Die Kinder kennen die Entwicklung von der Schafwolle bis zum Wollknäuel, wickeln, nähen, filzen; die wenigsten aber haben schon mal ein lebendiges Schaf gestreichelt. Das wollen wir ändern.
Zusammen mit dem Schafbesitzer Marcel Imboden geht es am Freitagmogen, am 17. März 2017 auf zu seinen Schafen.
Der Weideplatz ist in ca. 40 Minuten Fussweg zu erreichen, glücklicherweise geht es mehr oder weniger geradeaus.
Unterwegs besuchen wir die Forellen- und Karpfenzucht von Herrn Gassmann, dürfen bei der Fütterung zuschauen und sogar selber einige Krumen in die Teiche werfen.
Angekommen bei den Engadiner Bergschafen fällt gleich auf: die sind alle braun oder schwarz, weisse gibt es keine. Wie in einer Chindsgi-Klasse rennt die ganze Schafherde umher, die Schafe strecken neugierig ihre Köpfe und interessieren sich in erster Linie für das Znüni der Kinder.
Dies würde nur Bauchschmerzen und Koliken hervorrufen, deshalb bekommen die Schafe von uns nur trockenes Brot verfüttert. Das Füttern und der Kontakt verlangt Feingefühl und Ruhe: die Schafe mögen keine Hektik und nehmen ansonsten sofort Reissaus. Fluchttier- Nutztier- Kuscheltier…? Letzteres wohl weniger, aber die Schafe sind herrlich weich und angenehm zu streicheln.