Klassenlager 6. Klasse "Von Tell, Käse und anderen Geschichten"
Kurzvariante: Einige Rückmeldungen der Kinder
N.: „Zuhause hatte ich richtig Heimweh nach dem Klassenlager.“
M.: „Es war eine besondere Woche!“
C.: „Ich wäre niemals so lange und so weit gewandert, aber jetzt weiss ich, das ich das kann.“
L.: „Die zwei besten Erlebnisse waren die Wanderung und, dass wir im Freien übernachten konnten.“
J.: „Ich liebe kleine, wackelige Seilbahnen über alles. Und genau solche benutzten wir im Klassenlager!“
A.: „ Was mir am besten gefallen hat, kann ich nicht sagen. Vielleicht war es die Wanderung, das Eis in Altdorf, der Foto-OL, der selbstgedrehte Schweizer Film oder das Schreiben mit einer Feder. Alles war sehr lustig! Ausser: Das Packen!“
M.: Mir gefielen die Berge und die schöne, breite Weide hinter dem Haus, weil wir darauf coole und abgefahrene Spiele machen konnten.“
M: „Interessant war für mich auch, dass wir an Orten waren, an denen Werner Stauffacher und Wilhelm Tell gewesen sein sollen.“
L.: „Auf der Seilbahn, mit der wir auf den Berg fuhren, war es wunderschön und da fühlte ich mich sehr frei!“
A.: „Am besten fand ich den Abend am Lagerfeuer, wo wir uns Gruselgeschichten erzählt haben.“
L.: „ Normale Wanderwege sind langweilig, aber unserer war manchmal abnormal. Er war teilweise sehr schmal und wir mussten kleine Bäche durchqueren. Das steile Stück hat mir besonders gefallen!“
M.: „Wenn man sich an die Beine der Lehrer klammert, fallen sie um. Das war lustig!“
R.: "Vielen Dank euch allen für das tolle Lager!"
J.: „Das Klala war suuuuuuuper!“
Tagesberichte der Familien Arnold, Gisler, Stauffacher, Herger und Horat:
Montag
Heute Morgen waren wir sehr müde, weil wir alle am Dorffest waren. Wir fuhren mit dem Zug nach Zürich.
In Zürich stiegen wir um. Der nächste Zug fuhr nach Arth-Goldau. Die Fahrt nach Schwyz war eher lange, aber sehr lustig und etwas laut. Als wir ankamen, fuhren wir mit dem Bus weiter zum Archivturm in Schwyz. Dort hatte Frau Wäfler einen Workshop gebucht zum Thema „Mittelalterliche Schreibwerkstatt“. Wir durften selber mit einer Gänsefeder schreiben. Die Tinte war aus Gummi Arabicum und Russ zusammengestellt und sie roch merkwürdig. Wir durften auch auf Pergamentpapier schreiben und schliesslich mit einem Siegel versiegeln. Danach konnten wir den mitgebrachten Zmittag essen. Bald fuhren wir mit dem Bus zum Hafen in Brunnen. Wir gingen auf das Schiff und von dort fuhren wir bis zum Rütli. Dort machten wir Spiele und sangen die Landeshymne. Danach fuhren wir in den Kanton Uri. Die letzte Busfahrt dauerte 40 Minuten bis nach Unterschächen. Von da an mussten wir noch 10 Minuten bis zum Lagerhaus gehen. Dort schleppten wir unsere Koffer die letzten 10 Meter zum Lagerhaus. Als wir im Lagerhaus ankamen, durften wir uns einpuffen und danach gab es feine Spaghetti mit verschiedenen Saucen. Nach dem Essen hat uns Herr Maurer ein Leiterlispiel erklärt und gezeigt. Beim Spiel mussten wir sehr schwitzen. Es war ein Reallife-Leiterspiel. Danach waren wir sehr müde und krochen ins Bett. Die erste Nachtruhe klappte nicht so gut (Lautstärke und Rumgeleuchte von Taschenlampen).
Dienstag
Heute Morgen konnten die Frühaufsteher einen Morgenspaziergang machen und die Morgenmuffel blieben im Bett. Das erste Frühstück war gut. Nachher konnten wir entweder einen Film drehen, eine Maske gipsen oder einen Wanderstock schnitzen. Später haben wir zu Mittag gegessen, unser Küchenteam kochte uns Curry Reis.
Danach haben wir die Spiele 15-14 und Räuber und Polizei gespielt. Alle Lehrer kamen ziemlich schlammig heraus und es gab auch Spuren von Kuhfladen an der Kleidung, diese waren aber vorallem bei den Kindern zu finden. Die einen machten an ihren Workshops weiter, die andern spielten Fussball und die dritten gingen in eine Höhle. Etwas später gab es ganz viele Salate und Kartoffeln zum Abendessen.
Heute mussten wir zum ersten Mal das WC und den Gang reinigen. Auch die anderen Ämtchen wurden erfolgreich erledigt.
Nachdem wir die Ämtchen gemacht haben gab es eine Disco. Die fing um 19:30 Uhr an. Alle schön angezogenen Jungs und Mädchen stürmten nach unten als die Glocke geläutet wurde. Wir brauchten ein VIP-Ticket um in die Disco rein zu kommen und verdächtige Personen wurden von den Türstehern ausgefragt. In der Disco war es laut und heiß. Diejenigen die nicht an die Disco wollten, konnten oben im Spielsaal Spiele spielen. Die Disco endete um 21:30 Uhr. Nach der Disco gab es Bananensplit! Mmmmmh! Dann gingen alle schlafen.
Mittwoch
Um 7:00 Uhr ging unser Tag los. Nachdem wir gefrühstückt hatten, erfuhren wir, dass heute Wandertag war. Danach ging’s durchs Dorf direkt zur Seilbahn, wo manche Angst hatten. Die anderen waren aufgeregt und hatten beim Fahren riesen Spass. In der Kabine der Seilbahn war es sehr eng und wackelig. Oben angekommen, haben wir etwas gegessen und sind losgewandert. Als wir eine Zeit lang gewandert waren, kamen wir zu einer gefährlichen Stelle, an der wir uns gefürchtet haben. Der Weg war sehr schmal und man musste sich voll konzentrieren und Abstand zur nächsten Person halten. Das war kein Weg für Turnschuhe! Aber wir haben unsere Angst überwunden und sind erfolgreich und ohne Verletzungen durchgekommen. Da gab es eine kleine Pause bei den Kühen. Nach etwa nach einer halben Stunde assen wir unsere selbstgemachten Sandwiches. Manche haben auch den Bach neben den Esstischen gestaut. Wir sind ein Stück gewandert, da kam ein steiler Hang, den wir hinauf mussten. Oben befand sich eine Schweizer Fahne. Schliesslich kamen alle keuchend oben an. Die einen hatten Elektroschläge vom Zaun abbekommen, es gab fast Zusammenbrüche und wir alle haben geschwitzt. Dann ging es zu der Alpkäserei. Dort bekamen wir Informationen zum Käse und der Alpwirtschaft. Als wir eine Milch getrunken haben, ging es zur zweiten Seilbahn, mit der wir runter ins Tal gefahren sind. Von der Kabine aus konnten wir eine sehr schöne Aussicht geniessen. Anschliessend ging es ins Lagerhaus.
Nach der Wanderung gingen einige zum Bach und viele haben das Wasser gestaut oder sogar im eiskalten Wasser gebadet. Die, die nicht im Bach waren, haben im Lagerhaus Spiele gespielt oder waren duschen. Um 18:00 Uhr gab es Abendessen. Es gab Rindsragout und Spätzli mit Gurkensalat. Die Kühe haben während dem Abendessen die Scheiben voll gesabbert.
Am Abend haben wir ein riesiges Feuer entfacht. Als das erledigt worden war, hatte uns Frau Dietiker eine Schweizer Sage vorgelesen. Nach dieser Sage hatten wir alle schon wieder Hunger. Deshalb haben wir uns Marshmellows gebraten und zwischen zwei Kekse geklemmt. Das war klebrig und lecker. Als wir aufgegessen hatten, haben wir uns noch Gruselgeschichten erzählt. Dann sind wir schlafen gegangen – die einen besser als die anderen.
Donnerstag
Heute Morgen wurden wir regelrecht aus dem Schlaf gerissen. Herr Maurer machte die Türe auf und rief: „ Guten Morgen. Es ist 07.00 Uhr und die, die Morgensport machen möchten, die stehen jetzt auf und sind in 10 Minuten unten.“ Wahrscheinlich dachte er, er flüstere. „Boom!“ Die Tür wurde wieder zugeschlagen. Nach dem freiwilligen Morgensport, frühstückten wir ausgiebig: Brot, Milch und Konfitüre. Nach dem Frühstück gab es eine Urner Olympiade es gab folgende Schweizer Sportarten: Schwingen, Zwetschgenstein spucken, Steinwurf, Armdrücken und Armbrustschiessen. Für uns war Steinspucken am schwierigsten. Die einen hatten am Schluss überall Sägemehl. Der Morgen hat uns gut gefallen. Zu Mittag assen wir als Vorspeise eine Gemüsesuppe und als Hauptspeise Flammkuchen. Zur Nachspeise servierten unsere Küchenchefinnen uns Apfel- und Zwetschgenwähen. Es war vorzüglich! Das Essen im Lager ist so gut, dass wir wahrscheinlich nachhause rollen. Um ein Uhr fing die Zimmerstunde an, währenddessen wir Mädchen Grüfnisch lernten und die Buben sich mit Stöcken verprügelten. Am Nachmittag kam die zweite Runde Workshops. Der Film wurde geschnitten, die Masken wurden teilweise furchterregend fertig gestellt und die Stöcke wurden mit Kupferblech beschlagen und fertig geschnitzt. Nach den Workshops hatten wir Freizeit. Die einen gingen in den kalten Bach und badeten sich sogar darin. Sie erzählten, das Gehirn sei ihnen dabei fast eingefroren. Die anderen spielten Räuber und Polizisten oder kletterten auf den Steinen rum. Dann am Abend sassen wir um das Lagerfeuer und sangen Lieder. Später gingen wir ins Haus und spielten mit der ganzen Klasse Werwölfeln. Als wir fertig gespielt hatten, gingen wir zu Bett.
Freitag
Am Morgen gab es den Morgensport und Herr Maurer weckte uns. Als wir den Zmorgen fertig hatten, mussten wir auf den Bus rennen. Also hatten wir alle ein Bisschen Morgensport an diesem Tag. Mit dem Bus fuhren wir zum Tell-Museum nach Bürglen. Eine Frau erzählte uns die Geschichte von Wilhelm Tell. Die Frau war sehr nett und erzählte spannend. An den Wänden hingen ganz schöne Bilder von Tell aus allen möglichen Zeiten. Fast alle Bilder waren von einem anderen Künstler, der sich Tell anders vorgestellt hatte. Die Frau sagte uns noch, man solle seine eigene Herkunft nicht vergessen. Um ein Held wie Tell muss man nicht stark oder muskelbepackt sein, man solle mutig sein. Nach der Museumsführung fuhren wir nach Altdorf und gingen zu einem Spielplatz. Dort aßen wir den feinen Lunch. Es gab Brot mit Wurstscheiben jeder Art. Nach dem Lunch machten wir einen Foto-OL durch Altdorf. Dieser dauerte etwa eine Stunde. Nach dem Foto-OL durften wir in kleinen Gruppen durch Altdorf spazieren. Die einen kauften sich Kebab, andere genossen die schöne Altstadt.
Bevor wir den Bus zurück nach Untesrchächen nahmen, spielten wir noch ein Spiel. Es gab einmal mehr einen feinen Znacht und alle wurden satt.
Für den Abschlussabend hatte sich Frau Dietiker lustige Spiele überlegt, bei denen wir in unserer Familie gegeneinander antreten mussten. Teilweise wurde es ganz schön streng und die Zuschauer feuerten ihre Familienmitglieder so lange an, bis sie selbst ganz heiser waren. Das war lustig! Diese Nacht durften wir sogar im Freien schlafen. Dazu hatte Frau Wäfler Blachen ausgelegt, mit denen wir auch zugedeckt wurden. Es wurde ziemlich kalt und feucht. Aber es war ein tolles Erlebnis! Die einen haben Sternschnuppen und Fledermäuse gesehen.
Samstag
Diejenigen, die im Freien übernachtet hatten, wachten schon um 06.30 Uhr auf. Nun durften sie in den Aufenthaltsraum lesen kommen. Um 07.30 Uhr war dann Tagwache und Andreas und Herr Maurer, die beide auch draussen übernachtet hatten, schliefen wie Murmeltiere im Freien. Deswegen mussten wir sie wecken! Zuerst ganz sanft mit der Landeshymne und Herrn Maurer dann etwas härter mit einer Hügelei. Immerhin waren beide nun wach.
Das Putzen gehört halt zum Lagerleben dazu. Aber glücklicherweise waren wir mit der Arbeit bald fertig und konnten nach Hause fahren. Viele von uns wären noch gerne länger geblieben. Aber man freut sich ja auch immer wieder zurückzukehren. Schade nur, dass es unser letztes Klassenlager an der Primarschule war.