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Ausflug ins Kunsthaus und in den Zoo Zürich

Am Dienstag, den 09. September 2014 trafen wir uns nicht im Schulhaus, sondern direkt auf dem Bahnhof Otelfingen. Wir stiegen in den Zug Richtung Zürich ein, wo wir nach kurzer Wanderung etwas nach 9 Uhr das Kunsthaus erreichten. Dort konnten wir zum ersten Mal unseren Rucksack öffnen und uns mit dem Znüni für die bevorstehende Führung im Kunsthaus stärken. Nachdem uns Frau Kraft vom Kunsthaus die wichtigsten Regeln nochmals erklärt hatte (nicht rennen, schubsen und springen und vor allem nichts berühren), zeigte sie uns die Garderobe, wo wir unsere Rucksäcke und Jacken hinlegten. Nun ging‘s los mit der Entdeckungsreise.

Es ist schon ein grosses, imposantes Haus dieses Kunsthaus: breite Treppenhäuser, hohe Decken und überall Bilder oder Steinkunst (Skulpturen). Bald schon waren wir in einem grossen Saal vor einem grossen Bild eines Waldes. Er schien so echt, dass wir lange Zeit nicht wussten, ob es eine Fotografie oder ein gemaltes Bild war. Frau Kraft erklärte uns, wie es der Maler gezeichnet hatte: zuerst hatte er ganz genaue Skizzen mit Bleistift im Wald gezeichnet und hat dann zu Hause die richtigen Farben dazu genommen: vor allem grün, weiss und braun. Drei Monate brauchte er für dieses wunderschöne und so echt wirkende Bild! Anschliessend versuchten wir die verteilten Farbkärtchen zu Farbenfamilien zu gruppieren. So etwas Ähnliches haben wir ja in der Schule schon mit Frau Gassmann gemacht. Hier aber mussten wir die Farben den 4 Grundelementen des Lebens (Feuer, Wasser, Luft und Erde) zuteilen. Bei einigen Farbtönen konnten wir uns nicht einigen; ja, es gibt auch Zwischen- oder Mischfarben (z.B. violett von rot und blau). Wir sahen, dass beim Feuer (den warmen Farben) vor allem rot, orange und gelbe Farben vertreten waren, beim Wasser (den kalten Farben) die Blautöne. Die „leichten“ Farben (Pastellfarben) gehörten zur Luft und zur Erde schoben wir die kräftigen grünen und braunen Farben.

Jetzt wurde es spannend. Immer zu zweit erhielten wir ein Puzzlestück eines grossen Bildes und mussten aufzählen, was wir auf diesem Bildausschnitt erkannten. Von Farben und Formen, von Gürtelschnallen und Autos war die Rede, einige sahen Bäume, andere wieder einen Chamäleonschwanz oder sonst etwas „Komisches“. So, nun durften wir endlich weiter im Kunsthaus herumgehen. Wir suchten das passende Bild zu unseren Puzzleteilen.

Nach einigen Treppen und vielen Bildern und Statuen (Achtung, nicht umstossen; nicht an die Wände lehnen) fanden wir den „Wald mit Eichhörnchen“ von Frank Marc (1880-1916). Dort erkannten wir den Zusammenhang von all unseren vorhergenannten Ideen und Vorstellungen. Doch jetzt, im Ganzen, erschienen uns noch viele andere Dinge: vor allem das Eichhörnchen, dann aber auch eine Katzengesicht mit spitzen Ohren, ein See mit Sandstrand, Baumstämme und –strünke, ein gelber Blumenkelch oder auch ein Wasserfall. Auch war es spannend zu hören, in welchen Regionen des Bildes man sich wohlfühlt und wo man lieber nicht hingeht.

Probieren Sie es selbst einmal!

Rassig ging es dann mit dem Fahrstuhl wieder ins Erdgeschoss zurück, wo wir im Atelier unseren eigenen Farbenwald, unseren Fantasiewald zeichnen durften. Und der eine oder die andere hat es dabei wirklich geschafft, eines oder mehrere Tiere so zu malen (zu verstecken), dass man es auf den ersten Blick gar nicht entdeckt. Bravo!

Bravo auch euch allen für die lange Zeit, während der ihr ruhig und konzentriert mitgearbeitet habt und, dass ihr euch fest an die Regeln erinnert habt.

Kurz vor Mittag bestiegen wir das Tram und fuhren mit einmal Umsteigen zum Zoo hinauf. Hier durften wir nun den feinen Lunch aus dem Rucksack nehmen und uns während der Mittagpause auf dem Spielplatz austoben. Dann aber war es wieder Zeit auf Exkursion zu gehen. Jeder und jede konnte sich für ein Lieblingstier entscheiden, das man auf dem Zoogelände besuchte und in seiner möglichst natürlichen Umgebung zeichnen konnte. Zuerst aber gingen wir alle zum neuen Elefantenhaus, dem Kaeng Krachan.

Dort waren nämlich die nächstgelegenen Toiletten.

Nach dem Verteilen von Blättern und Farbstiften ging jede Gruppe mit einer erwachsenen Person zu seinen Lieblingstieren: Frau Sauter mit einer grossen Gruppe blieb grad bei den Elefanten, Frau Gassmann und ihr Bruder begleiteten eine noch grössere Gruppe zur Ecke im Zoo, wo man Tiger, Schneeleoparden, Wölfe und Schneeeulen bewundern kann und Herr Loretan hatte mit seiner Gruppe den weitesten Weg bis hinauf zu den Seehunden. Ob es uns gelungen ist die Tiere und ihre Umgebung so zu zeichnen, dass es ein stimmiges Bild gibt? Wir wissen es noch nicht. Noch nicht alle Zeichnungen sind fertig.

Aber es wurde Zeit, uns wieder beim Ausgang zu versammeln, noch etwas zum Zvieri im Rucksack zu suchen und auf das Tram zu gehen, das uns (diesmal ohne umzusteigen) direkt an den Züricher Hauptbahnhof brachte. Nach kurzer Wartezeit konnten wir dann in die S6 einsteigen und kamen gegen 17 Uhr müde, aber glücklich und um viele farbige Eindrücke reicher wieder in Otelfingen an.

Gaëtan Loretan

Lehrperson an der ISR

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