6. Klasse Exkursion in SRF Studios und Landesmuseum
Es ist schon merkwürdig, wenn man plötzlich dem Menschen mit der Radiostimme von SRF 1 oder 3 gegenübersteht und ihn sich vielleicht ganz anders vorgestellt hat. Wenn die rote Aufnahmelampe leuchtet und du absolut nichts sagen darfst, genau dann überkommt dich das Gefühl, dass du jetzt lachen oder etwas sagen musst. Aber du darfst wirklich nicht! Während unserer Führung durch die SRF Studios in Zürich haben wir viel Spannendes erfahren:
Livesendungen
In der Schweiz gibt es drei Radiostudios, in Basel, Bern und Zürich. Bern sendet die Nachrichten und lässt Musik laufen. In Zürich finden wir Zambo, Musiksender, SRF 1, SRF 3, Radio Virus und Musikquelle. Ab und zu passieren auch in Livesendungen Pannen.
Ian, Kishon
Zambo
Wer kennt Zambo? Kommt euch das Studio auch so gross vor, wenn ihr es im Fernsehen seht? Zambo ist eine Kindersendung. Zambo wird in Zürich gedreht und aufgenommen. Radio und Fernsehen ist im gleichen Studio. Der Raum hat keine Ecken, damit er grösser erscheint. Die Fenster sind ebenfalls rund, damit man meint, es gehe runter. Der Raum ist viel kleiner, als man denkt. Im Zambostudio hat es einen Greenscreen. Damit kann man Bilder einblenden. Zum Beispiel kann man sich ins Weltall beamen. Wenn man allerdings etwas Grünes trägt, ist man praktisch durchsichtig.
Yara, Julie, Olivia
Moderatoren
Wir durften die Moderatoren bei ihrer Arbeit beobachten und Fragen stellen. Moderatoren schreiben ihre Texte selbst in ihrem Dialekt. Für Moderatoren gibt es keine Lehre, aber kleine Studios bei denen man Fehler machen darf. Moderatoren arbeiten in Schichten. Für eine vierstündige Schicht müssen sich die Moderatoren vier Stunden vorbereiten. Am Samstag dauert die Schicht sechs Stunden. Man muss als Moderator gut mit Menschen umgehen können und spontan sein.
Andreas, Luca, Chris
Skript
Die Moderatoren bearbeiten die Skripts und den Ablauf des Tages, am Tag davor. Jeder Moderator schreibt die Skripts in seinem eigenen Dialekt. Sie dürfen es ablesen, aber er soll frei und spontan tönen.
Morena, Vanessa, Lorea
Rotes Licht
Es gibt mehr als ein Licht. Auf dem Moderationspult hat es verschiedene Lichter: rot, grün, blau, orange und weiss.
Rot bedeutet, dass der Moderator spricht. Das gründe Licht bedeutet, dass der Moderator einen Anruf bekommt. Wenn etwas Schlimmes passiert, leuchtet das weisse Licht. Das orange Licht leuchtet, wenn das Moderationspult nicht mehr richtig funktioniert, dann schaltet sich eine automatische Playliste ein.
Noah, Jeremy
Handy
In Radiogebäuden muss man die Handys entweder in den Flugmodus stellen oder ganz ausschalten. Erstens ist es nicht gut, wenn ein Handy währen einer Livesendung läutet und zweitens kann es Störungen geben, wenn das Handy Daten herunterlädt.
Wenn man während der Sendung mit jemandem im Gebäude kommunizieren möchte, kann entweder über den PC anrufen oder den Superknopf benutzen. Wenn man den betätigt, kann man mit den entsprechenden Moderatoren sprechen.
Brian, Nicolas, Arvid
Archiv
Das Archiv beinhaltet 100'000 CDs und eine Suchmaschine. Die meisten CDs werden heute fast nicht mehr gebraucht, weil sie digitalisiert sind. Die Frau, die uns das Archiv gezeigt hat, hat uns ein Magnetband aus dem Jahre 1930 gezeigt. Magnetbänder sind viel länger aufzubewahren als CDs, weil CDs sehr empfindlich sind.
Eine Suchmaschine ist das Google von früher. Man konnte eine Zahl eingeben und dann drehte sich die Suchmaschine und das richtige Kästchen kam zum Vorschein.
Janine, Luana
Die Gebäude von SRF
Das Gebäude von SRF in Zürich ist unter Denkmalschutz, weil es das zweite Radiostudio der Schweiz ist. Man darf es nicht stark umbauen, weil es unter Denkmalschutz steht. In diesem Gebäude wurden schon Konzerte live gesendet.
Ülkü, Cinzia, Lena
Landesmuseum – Niemand war schon immer da...
Am Nachmittag besuchten wir noch eine Ausstellung im Landesmuseum zum Thema Migration. Auch dabei haben wir unsere Klasse etwas genauer unter die Lupe genommen. Als wir genauer hinschauten, merkten wir, dass nur ein Viertel der Klasse ganz Schweizer sind. Die meisten haben Vorfahren aus Deutschland und Italien. Wir haben fast niemanden, der ganz Ausländer ist.
Bekannte Schweizer mit Migrationshintergrund: Henri Nestlé, der Erfinder von Milchpulver und der Firma Nestlé, Albert Einstein, der berühmteste Physiker, Nicolas Hayek, der Swatch-Group-Besitzer: Sie alle hatten Migrationshintergrund und waren wichtig für die Schweiz.
Marco, Johannes, Max