Klassenlager 5. Klasse Ritter und Burgen
2.-6. September 2013
Der erste Lagertag
Wir standen um 07.00 Uhr auf und gingen zum Bahnhof. Um 09.00 Uhr reisten wir mit unserem eisernen Pferd nach Winterthur. Als wir in Winterthur ankamen, spielten wir das Kuhhandelspiel. Dabei gibt es vier Listen mit Gegenständen darauf. Findet man einen Gegenstand oder eine Person, bekommt man Punkte. Danach gingen wir in den Stadtpark und assen dort unseren Lunch. Dann mussten wir 20 min lang laufen bis wir unser Lagerhaus erreichten. Es lag direkt am Wald und hatte eine grosse Wiese dahinter. Dort führte uns Frau Siglinde von und zu Otolfsheim durch unser schönes Lagerhaus. Weil unser Gepäck noch nicht da war, gingen wir auf die Wiese spielen. Nach ein paar Stunden durften wir den Willkommensdrink von Frau Kriemhilde von und zu Otolfsheim trinken. Endlich kam dann auch das Gepäck und wir konnten uns in unseren Edelfrouwen- und Knappengemächern einpuffen. Dann durften wir in unseren Familien eine Burg zeichnen und kurz danach gab es Znacht. Wir gingen aber nicht gleich ins Bett, sondern spielten im dunkeln Wald noch ein Geländespiel. Man musste seine Burg ausrüsten und dafür verschiedene Rohstoffe sammeln. Die Rohstoffe musste man dann an den Zöllnern vorbei durch den Wald schmuggeln. Das war schon ziemlich aufregend.
Der zweite Lagertag
Heute durften wir bis 07.30 Uhr schlafen, aber die meisten waren schon früher bereit (vor allem die Edelfrouwen). Zum Zmorgen gab es Cornflakes, Müesli, verschiedene Brotaufstriche, Brot, Ovo- und Schokoladenmilch und O-saft. Natürlich zubereitet von Kriemhilde, unserer Köchin. Nach dem Frühstück haben Sieglinde, Kriemhilde, Reinhold und Waldtraud uns Workshops angeboten. Alle unsere Leiter und auch wir selbst hatten mittelalterliche Namen. In jedem Workshop hatten nur sieben Edelfrouwen oder Knappen Platz. Es hatte diese Workshops: Rittertheater, Flechten, Tonperlenketten und Lederbeutel herstellen. Am Nachmittag hatten wir verschiedene Ritterturnierspiele wie: Pferdetraining, Steinwurf, Armbrustschiessen, Ringen, einen Hindernisparcour und Schwertkampf. Nachher spielten wir noch Rugby und Fussball. Danach hatten wir noch freie Zeit für uns bis das Abendessen anfing. Später machten wir uns einen schönen Abend und gingen in die Sternenwarte Eschenberg. Als erstes erzählte uns ein Mann das Allgemeine über die Sterne. Danach zeigte er uns einen eindrücklichen Film über das All. Während dem Film bereitete ein anderer das Teleskop vor. Dadurch schauten wir später verschiedene Sternbilder an. Er zeigte uns die Nebengalaxie und den grossen Wagen, mit dem man den Polarstern findet. Nachdem er uns alle Hauptsterne gezeigt hat, gingen wir durch den pechschwarzen Wald zurück ins Lagerhaus.
Der dritte Lagertag
Morgens früh um 07.30 ging die Musik an! Alle haben gedacht es wäre ein Fake, aber es war kein Fake! Kein Fake! Heute war Wandertag! Es war aber eine spezielle Wanderung: Wir mussten nämlich in unseren Familien losziehen, ohne Leiter!!! Dazu bekamen wir eine Karte und einen ganz genauen Beschrieb des Weges. Um 09.30 Uhr verliessen wir gut ausgerüstet das Haus. Die Wanderung verlief entlang der Töss und endete bei einer Feuerstelle direkt am Fluss. Der Zeitunterschied von der ersten Gruppe (Eisenhut) bis zur letzten Gruppe (Adlerberg) betrug eine Stunde. Gruppe Eisenhut lief direkt zum Ziel, hingegen zu Adlerberg die mitten durchs Grüne liefen. Natürlich unfreiwillig! Gruppe Löwenherz lief anstatt zum vereinbarten Ort, direkt zur Kyburg hinauf. Das stand allerdings nirgends auf dem Beschrieb. Während die anderen Gruppen ihre Sandwichs assen, lief Adlerberg erschöpft zum Ziel. Wir konnten dann auch noch im Fluss waten und uns so etwas abkühlen. Nach einer Weile gingen wir zur Kyburg hoch. Dort schauten wir uns die Burg an und sahen viel über das Leben auf der Burg. Danach liefen wir ins Lagerhaus zurück.
Am Abend hatten wir einen unerwarteten Besuch:
Die RED ROSE ARCHERS. Das sind erfahrene Bogenschützen. Zuerst haben sie uns mittelalterliche Waffen gezeigt, wie zum Beispiel das Langschwert, den Dolch und ein Kurzschwert mit dem Namen Bauernwehr. Dieses Schwert wurde aus einer kaputten Sense gebaut. Der Bogenschütze hatte eine grosse Sammlung an Bögen aus aller Welt. Da hatten wir zum Beispiel der englischen Langbogen oder verschiedene Bögen aus Asien von den Mongolen. Diese Bögen sind kürzer, weil sie auf dem Pferd abgeschossen werden müssen. Da gab es noch das japanische Yumi, das ist ein wahnsinnig scharfes Schwert. Am Schluss hatten sie drei Bogen zum Ausprobieren da. Da hatte es zwei professionelle Anfängerbogen und einen Langbogen. Jeder konnte fünfmal schiessen. Sie waren etwa zwei Stunden da. An diesem Abend konnte man im Freien schlafen, denn es war wunderschönes Wetter. Man legte sich auf eine Plastikplane und auf Wolldecken und bekam noch eine Wolldecke zum Zudecken. Die Hälfte der Klasse hat draussen geschlafen und sie haben Sternschnuppen und sogar einen Fuchs gesehen. Am Morgen war es sehr kalt.
Der vierte Lagertag
Heute Morgen haben wir unsere angefangenen Gegenstände in den Workshops fertig gestellt. Sie sind schön geworden. Am Mittag haben wir grilliert. Heute sind wir in die Badi gegangen. Da hatte es eine riesige Wasserrutschbahn, die hatte Wellen drin. Wenn man also schnell rutscht, fliegt man. Das tat an den Knien weh. Da war auch noch ein Wasserstrudel, wenn man da rein schwimmt, treibt die Strömung einen mit. In der Mitte des Strudels hatte es zwei starke Wasserdüsen. Nach etwa einer Stunde sind wir dann zum Restaurant und weil uns die Eltern Geld spendiert hatten, hat Frau Wäfler uns allen eine Glace gekauft. Neben unserem Tüchliplatz hatte es ein riesiges Luftkissen. Darauf haben wir unsere Glaces gegessen. Danach konnten wir auswählen, ob wir in das Hallenbad oder in das Aussenbad gehen wollten. Drin hatte es dann noch Sprungtürme. Es gab ein 1m, ein 3m und ein 5m. Da war auch noch eine Wasserrutschbahn, aber die hatte noch Kurven und länger war sie auch noch als die Rutschbahn draussen. Nach einiger Zeit sind wir zurück ins Lagerhaus gegangen. Da haben wir angefangen unser Chaos aufzuräumen (vorallem die Knappen) und zu packen.
Am Abend gab es ein mittelalterliches Nachtessen, ganz ohne Salz und Pfeffer.
Und dann stand das Ritterfest bevor! Alle Kinder machten sich chic, die einen hatten sogar ein Kleid oder eine Krawatte dabei. Bevor aber die Disco begann, gab es noch lustige Ritterspiele. Da mussten die Ritterfamilien gegeneinander antreten. Schliesslich kam endlich unser Burgherr. Es war der verkleidete Herr Hotz und er schlug uns alle zu Ritterinnen und Rittern. Wir erhielten alle eine Urkunde. Hier mussten wir unseren eingeübten Familienkampfruf und die Verbeugung zeigen.
Endlich war es soweit: Die Disco konnte starten. Am Nachmittag hatten einige Kinder den Esssaal mit Ballons geschmückt. Tanzen, tanzen und tanzen! Wir waren alle etwas aufgeregt, als wir ins Bett mussten. Oje, morgen ist der letzte Tag.
Der fünfte Lagertag
Früh aufstehen, fertig packen und nachher das Haus putzen! Aber wir waren ziemlich schnell, so dass wir bereits um 10.00 Uhr zum Technorama fahren konnten. Das ist ein Museum, wo man verschiedene technische Sachen gleich ausprobieren kann. Zuerst hatten wir Workshops, von denen man einen auswählen konnte. Entweder durften wir Schokolade herstellen oder Kristalle züchten. Die Kinder bei den Kristallen sahen aus, wie richtige Professoren weil sie weisse Labormäntel und Schutzbrillen tragen mussten. Beide Workshops waren sehr spannend.
Nachher konnten wir durchs Technorama gehen und uns die verschiedenen Stationen ansehen und natürlich gleich ausprobieren. Bei einer Show wurden Blitze produziert. Das hat wahnsinnig laut geknallt! Als die einen Kinder die Kugel anfassten, standen ihnen die Haar zu Berge. Das sah witzig aus! Es hatte ganz viele interessante und lustige Sachen.
Schliesslich stiegen wir in den Zug und fuhren wieder nach Hause. Das Lager war toll und wir freuen uns auf das Klassenlager in der sechsten Klasse.