6. Klasse Römerpfad
Vom 25. bis 26. November 2011 unternahm die sechste Klasse eine besondere Schulreise ins Römerlager Contubernia in Vindonissa. Hier einige Eindrücke und Erinnerungen unserer Schülerinnen und Schüler zum Ausflug.
Bevor wir ins Römerlager gingen, besuchten wir das Amphitheater. Dort machten wir unsere Zehn-Uhr-Pause und assen danach gleich zu Mittag. Wir spielten im Amphitheater noch Räuber und Polizist. Im Römerlager Contubernia bekamen wir einen Römerrucksack und Kopfhörer. Danach wanderten wir mit dem Gepäck auf dem Legionärspfad. Zwischendurch hörte man immer wieder die Stimmen römischer Götter oder sonst Römergeschichten. Meine Gruppe wurde erste. Als alle Gruppen angekommen waren, lernten wir Zenturio Titus kennen. Er war sehr streng und wir mussten alles tun, was er sagte. Wir übten mit ihm alles Mögliche z.B. die Schildkrötenformation. Das Abendessen und das Frühstück kochten wir selber. Unsere Betten waren aus Strohmatratzen. Am nächsten Tag machten wir Fotos mit der Legionärsrüstung, die sehr schwer war. Am nächsten Morgen gingen wir nach Hause. Wir kamen um 11:03 Uhr am Bahnhof Otelfingen an.
Von Noah
Lustige Formationen
Nach dem Legionärspfad in dem alten Vindonissa, lernten wir mit Schild und Wurfspeer umzugehen. Zuerst mussten wir die Kuschelhäschenformation üben. Nach einiger Zeit konnten wir sie jedoch schon ziemlich gut. Endlich durften wir mit Wurfspeer (Pilum) und Schild (Scuta) auf das Schlachtfeld gehen. Der Zenturio gab uns genaue Anweisungen. Er hiess Titus. Niemand getraute sich, etwas zu machen das Titus nicht befohlen hatte, denn er war sehr streng. Er wollte uns nur zeigen, wie es als richtiger Legionär gewesen wäre. Er hat uns zwar nicht geschlagen, aber ein bisschen grob war er schon. Unsere Klasse wurde in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe hatte Pilums und die andere Gruppe hatte Scutas. Die mit den Scutas mussten sich ducken und den Schild vor sich hinstellen. Die Pilums wurden danach auf die Scutas geworfen. Die Schildkrötenformation lernten wir auch noch. Die funktionierte folgendermassen: Die Kleinsten mussten sich zu vorderst und die Grössten mussten sich zu hinterst hinstellen. Die Vordersten hielten den Schild vor sich und die restlichen mussten den Schild über sich halten. Zwischen den Schildern durfte es auf keinen Fall eine Lücke haben, damit die Pilums nicht in die Schildkröte eindringen konnten. Dieses Erlebnis war einmalig!
von Fabio und Ladina
Bei diesem Bild mussten wir mit Titus auf eine Wiese gehen. Wir haben Schilder und Pilums (Speere) bekommen. Titus hat uns dann viel über den Schild und den Pilum erzählt. Er hat gesagt, dass man den Schild nicht nur für die Verteidigung brauchte, sondern auch zum Schlafen. Wir haben es gleich einmal ausprobiert. Danach hat er uns erklärt wie wir uns aufstellen und schützen müssen. Darauf stellte sich eine Gruppe auf und die anderen mussten mit den Wurfspeeren auf uns zielen. Wir waren überrascht, was für ein Lärm entstand, als die Speere darauf prallten. Später übten wir dann auch noch die Schildkrötenformation ein. Kurz danach packten wir wieder unsere Schilder und Wurfspeere und marschierten zum Lager zurück.
Von Ginevra
Ich, Janina, berichte euch, wie die Legionäre übernachteten. Im Winter zogen sich die Legionäre in ihre Baracken zurück. Im Römerlager Contubernia gab es Kammern mit meist sechs Matratzen in drei Kajüttenbetten. In der Nacht war es stockdunkel. Man sah nicht mal die Hand vor den Augen. In jeder "Kammer" hatte es ein ganz kleines Fensterchen, das wir mit einer Wolldecke verstopfen mussten, da keine Scheiben drin waren. Es war eiskalt! Der Boden war sandig und trocken. Es war auch ziemlich ungemütlich. Ich war froh, dass ich nur eine Nacht dort bleiben musste. Wenn wir nicht so müde gewesen wären, dann hätten wir uns sicher mehr über das kleine, kalte, dreckige, sandige und dunkle Kämmerchen gestört. Es war eben legionärischer Stil, was mir für dieses eine Mal grundsätzlich gefallen hat.
Von Janina
Nach dem Frühstück konnte man in einer Reihe anstehen, um sich als echte Legionäre zu verkleiden. Viele waren erschrocken, dass der Schienenpanzer so schwer war. Wir konnten ein Schwert (Gladius), einen Schild (Scutum), einen Helm und einen Schienenpanzer anziehen. Danach zeigte uns unser Zenturio Titus die Unterkunft des Zenturios. Er konnte viele spannende Sachen darüber erzählen. Es hatte ein Speisezimmer, in dem es ein Sofa hatte und in der Mitte zwei kleine Tische. Dort musste man schräg auf der linken Hand liegen und konnte mit der rechten Hand essen. Darin durften nur Männer essen. Es gab auch noch viele andere spannende Räume.
Von Sara
Beim Abendessen war Handarbeit angesagt. Es gab Weizenbrei mit Käse und Landjäger. Die Messer waren krumm und stumpf. Der Weizenbrei kochte lange über dem Feuer in einem Topf. Für das Frühstück mussten wir lange Mehl mahlen. Gegessen wurde aus Tontellern und mit Löffeln. Als wir gegessen hatten und ins Bett gingen, welches aus Strohsäcken bestand, war es stockdunkel. Es ist schwierig im Dunkeln in die Schlafsäcke zu kommen. Zum Glück erhielten wir kurz eine Taschenlampe. Am Morgen buken wir eigenes Fladenbrot, das aus unserem Mehl gemacht worden war. Honig und Nüsse wurden auch serviert. Leider gingen wir um 10:30 Uhr zum Bahnhof. Es war ein toller (und anstrengender) Ausflug.
von Patrick und Yael